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Andere Formen


Gestationsdiabetes ist „eine erstmalig in der Schwangerschaft aufgetretene und diagnostizierte Störung des Glukosestoffwechsels“1. Zwischen der 24.-28. Schwangerschaftswoche sollte mittels oralem Glukosetoleranztest (Trinken von 75g Glukose) überprüft werden, ob ein Gestationsdiabetes vorliegt. Die Überprüfung sollte früher stattfinden, wenn ein erhöhtes Risko (z.B. bereits gestörte Glukosetoleranz) besteht. Oft ist als Therapie des Gestationsdiabetes eine spezielle Diät ausreichend. Sind die Blutzuckerspiegel weiter erhöht, wird mit einer Insulintherapie begonnen. Zu den Gefahren für das Kind bei nicht behandeltem Gestationsdiabetes zählen Frühgeburt, Makrosomie (Geburtsgewicht über 4350g) und Hypoglykämien (Unterzuckerungen) nach der Geburt.

LADA (latent autoimmune diabetes of the adult): spät auftretender Typ 1 Diabetes. LADA wird oft als Typ 2 Diabetes diagnostiziert, allerdings versagt die orale Therapie sehr rasch. Durch einen Test (auf Autoantikörper) kann LADA diagnostiziert werden1.

MODY (maturity onset diabetes of the young) ist eine erblich bedingte Form des Diabetes mit sehr langsamem Verlauf. Es sind bis jetzt 6 verschiedene MODY Typen bekannt, die unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen2. Der Körper produziert zu wenig Insulin, nach dem Essen treten daher erhöhte Blutzuckerwerte auf. Anfangs ist eine Therapie mit Diät und oralen Antidiabetika ausreichend. Im Verlauf der Erkrankung wird meist eine Insulintherapie notwendig, wobei kleine Insulindosen charakteristisch sind, weil der Körper noch eigenes Insulin produziert und die Insulinsensitivität intakt bleibt3.


  1. Hien P, Böhm B. Diabeteshandbuch. Springer Medizin Verlag 2005.
  2. Fehmann, Hans-Christoph et al.
    Diabetes mellitus mit monogen determinierter Störung der Beta-Zell-Funktion: Maturity-onset Diabetes of the Young, Dtsch Ärztebl 2004; 101(13): A-860 / B-719 / C-698
  3. Froesch E., Schoenle J., Diabetes. Daran denken – Erkennen – Beherrschen. 1994

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