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Diabetes und Hypoglykämie

Was ist eine Hypoglykämie?

Der Begriff Hypoglykämie (kurz "Hypo" oder auch Unterzuckerung) beschreibt einen Zustand des Körpers, bei dem der Blutzuckerspiegel unter den Normalbereich absinkt. Eine Hypoglykämie kann entstehen, wenn es bei Menschen mit Diabetes, die Insulin und/oder bestimmte Tabletten zur Behandlung ihrer Erkrankung anwenden, zu einem Ungleichgewicht zwischen der Wirkung ihrer Diabetes-Medikamente, ihrer Ernährung, ihrer körperlichen Aktivität und ihren Blutzuckerwerten kommt.

Im Falle einer Unterzuckerung sendet der Körper in der Regel eine Reihe von Warnsignalen: Kalter Schweiß, kühle und blasse Haut, Müdigkeit, Nervosität oder Zittern, Benommenheit, Schwächegefühl, Sehstörungen, Übelkeit und rascher Herzschlag können Symptome einer Hypoglykämie sein. Es ist wichtig, diese Zeichen möglichst frühzeitig zu erkennen, damit rechtzeitig Maßnahmen gesetzt werden können, um den Blutzuckerspiegel wieder in den Normalbereich anzuheben. Wird zu spät reagiert oder setzen die Symptome zu rasch ein wird die Hilfe anderer Menschen benötigt. Auch nachts können Unterzuckerungen auftreten, die meist im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen werden. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass eine Hypoglykämie stattgefunden haben könnte: Morgendliche Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, nächtliche Muskelkrämpfe oder starkes Schwitzen können ein Hinweis sein.  

Menschen mit Diabetes und einer Insulintherapie sollten ihre Blutzuckerwerte regelmäßig überprüfen, ob sie in dem mit ihrem Arzt vereinbarten Blutzuckerzielbereich liegen. Die Empfehlungen des behandelnden Arztes oder des Betreuungsteams im Hinblick auf die Blutzuckerzielwerte sollten bei der Diabetesbehandlung stets befolgt werden. 


Schweregrade einer Hypoglykämie

Generell gibt es zwei Schweregrade einer Hypoglykämie – leicht oder schwer.

Die leichte Hypoglykämie ist die häufigste Form einer Hypoglykämie. Eine leichte Hypoglykämie kann normalerweise vom Betroffenen selbst durch die Einnahme von etwas Zuckerhaltigem behandelt werden, wie etwa durch Traubenzuckertäfelchen oder Flüssigzucker aus der Apotheke, zuckerhaltige Limonade (nicht zuckerfrei bzw. light), Gummibärchen oder Kekse.

Die schwere Hypoglykämie ist weniger häufig, aber dafür deutlich schwerwiegender. Im Falle einer schweren Hypoglykämie wird üblicherweise die Hilfe einer anderen Person benötigt, um den stark erniedrigten Blutzucker zu behandeln. Holen Sie bitte den Rat Ihres Arztes ein, was im Falle einer möglichen schweren Hypoglykämie zu tun ist, um Ihnen zu helfen.

 

 

 

Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, falls Sie Fragen zur Hypoglykämie, Ihren Warnzeichen oder Ihrer Behandlung haben oder wenn Sie bereits eine Hypoglykämie hatten.